Rundbrief Sommer 2015

lang ist’s her seit der letzten Post.

IMAG0102

eine Rückkehr zu der Einfachheit,
die uns erlaubt innezuhalten,
um das Kleine zu würdigen…

Franziskus

Vor einigen Wochen habe ich dieses Bild gemacht – eine scheinbare Idylle.
Es sind etwa 4qm auf dem neuen
Wohnmobilplatz in Wetzlar
+ es erzählt die „Geschichte“,
das hier mal ein Getreidefeld war…

Auch für mich war es im
letzten halben Jahr nicht immer leicht –
meine/unsere Identität zu wahren,
neu zu finden.
Wir waren präsent, aber bisweilen unsicher,
voller Befürchtungen, ratlos,
mutig + wild entschlossen.

Wir sind ein kleines Feld in einer
anderen Welt…

Wir wachsen blühen reifen –
mit all denen die uns begegnen
zu uns gehören
scheinbar machtlos.
Hanne

Was war los…
– Installation „Weniger ist mehr“
durchgeführt

– Coaching mit drei jungen Leuten

– mit unseren Freunden gekocht

– Tanzen 1x im Monat

– Deutschunterricht für Perser

– Mittwochs Bibelgespräch

– unzählige Gespräche mit unseren
Freunden geführt

– Umfrage angefangen: „Was denken
junge Leute über ihr Leben in
Wetzlar.“

verletzlich sein…

…bedeutet verwundbar zu sein.

Verletzlich zu sein, werten wir eher negativ und weitere Synonyme dafür sind – empfindlich – schwach – nicht widerstandsfähig – anfällig. Dabei verdrängen wir, was wir an Menschen schätzen, die sensibel – feinfühlig – weich – zart – uns gegenüber sind.

Verletzlichkeit bedeutet für mich nicht Schwäche. Wir stehen jeden Tag vor der Ungewissheit, dem Risiko und vor der emotionalen Blöße, die wir durch andere Menschen erfahren können. Doch die Bereitwilligkeit, zu unserer Verletzlichkeit zu stehen und sie zuzulassen, bedeutet für mich ein Leben zu führen, aus tiefstem Herzen. Von ganzem Herzen zu leben und zu lieben. Verletzlichkeit ist der Kern, das Herzstück und das Zentrum bedeutsamer menschlicher Erfahrungen.

Jesus ist für mich das beste Vorbild sich diese Verletzlichkeit zu stellen und sie in meinem Alltag mit all der verbunden Angst und Unsicherheit zu leben.
Helga